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Neue Mittelost-Allianzen

Roland Etzel zu möglichen neuen Annäherungen im Nahen Osten

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Die Genf-Pleite soll sich im Fall Irak offenbar nicht so schnell wiederholen. Zwei Syrien-Konferenzen sind gescheitert, noch ehe sie richtig begannen; vor allem, weil eine Konfliktpartei nicht bereit war, der Islamischen Republik Iran eine Rolle im Krisensondierungsprozess zuzubilligen - es sei denn die neben Assad auf der Anklagebank. Ein Konferenzerfolg war im Sinne des öffentlich verkündeten Ziels so nicht erreichbar.

Vielleicht sind die Dschihadisten-Sponsoren sogar selbst etwas überrascht gewesen, dass es ihnen gelungen war, vor allem die USA in diese Sackgasse laufen zu lassen. Denn es kann - Assad hin, Iran her - Washingtoner Interessen in Nahost längerfristig kaum dienlich sein, unberechenbare und größenwahnsinnige Fanatiker politisch zu alimentieren.

Selbst wenn Teheran und Washington jetzt nur symbolisch eine Interessenübereinstimmung in Bezug auf Irak konstatieren sollten, dürfte es künftig schwerer fallen, Iran noch einmal zum Alleinbösewicht im Mittleren Osten zu erklären. Deshalb wird es dagegen lauten Widerstand geben: aus Saudi-Arabien, aus Frankreich, vor allem aber aus Israel und der Bellizistenfront im US-Kongress. Sie fürchten zu recht, dass die dem Römer Cato dem Älteren entlehnte Forderung, dass also Teheran auf jeden Fall zerstört werden müsse, nicht mehr gilt.

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