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Das DDR-Erbe als Wettbewerbsvorteil

Der Göttinger Soziologe Klaus-Peter Buss untersuchte den wirtschaftlichen Erfolg ostdeutscher Betriebe

Klaus-Peter Buss ist Soziologe an der Georg-August-Universität in Göttingen. Er veröffentlichte mehrere Studien zur Industrieentwicklung in Ostdeutschland. Über Erfolgsstrategien, die spezifischen Kompetenzen der DDR-Planwirtschaft und die Lohnentwicklung sprach mit ihm Reimar Paul.

nd: Sie haben gerade die Studie »Mit ererbten Kompetenzen zu neuen Geschäftsmodellen - Ostdeutsche Betriebe auf dem Weg von der Plan- in die Marktwirtschaft« vorgelegt. Was für »ererbte Kompetenzen« meinen Sie?
Die Rede ist von Kompetenzen, die gewissermaßen ein Erbe der DDR-Industrie darstellen. Das mag überraschen, denn der Blick auf die ostdeutsche Wirtschaft ist oftmals sehr negativ geprägt. Bis heute werden die strukturellen Probleme der Region meistens als Folge des Scheiterns der DDR mit ihrer Industrie- und Wirtschaftspolitik erklärt. Und die ostdeutschen Unternehmen werden hier oft gleich mit abgeschrieben. Das Klischee sagt, die ostdeutschen Betriebe starteten technisch veraltet und unternehmerisch unerfahren in die Marktwirtschaft und konnten nach 1990 nur durch eine schnelle Übernahme westlicher Standards überleben. Aber kaum jemand hat bislang danach gefragt, was diese Betriebe eigentlich konnten und können. Wir haben...


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