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Nasskälte macht Obdachlosen zu schaffen

Bahnhofsmission kritisiert Fokussierung auf Winterhilfe / Zahl der Wohnungslosen steigt auf bis zu 5000

  • Von Christian Thiele
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Wenn es im Winter friert, erfahren Obdachlose viel Hilfe. Im Sommer weniger, kritisiert die Bahnhofsmission. Dabei gibt es auch in der warmen Jahreszeit viele kühle Nächte und Regentage.

Die Hoffnung auf ein besseres Leben hat Agnieszka aus Polen begraben. Ihr Gesicht ist übersät mit Blutergüssen. Ihr Freund hat sie verprügelt, erzählt die 40-Jährige. Nun sitzt sie auf einem Bett in der Bahnhofsmission am Berliner Zoo und starrt ins Leere. Wie es weitergeht? Sie zuckt mit den Schultern. Hätte sie in der kalten Jahreszeit an die Tür der Bahnhofsmission geklopft, wäre ihr womöglich besser geholfen worden, etwa mit einem längerfristigen Schlafplatz in einer Obdachlosenunterkunft. Der Leiter der Einrichtung, Dieter Puhl, kritisiert: Die Hilfen für Wohnungslose konzentrieren sich zu sehr auf die Wintermonate.

Die Berliner stöhnen im Sommer oft unter der Hitze. Plätze im Schatten sind rar. An solch einem heißen Tag wäscht ein hochgewachsener Mann mit fauligen Zähnen am Zoologischen Garten seine durchgeschwitzten T-Shirts im Strahl einer Wasserpumpe und hängt sie am Geländer zur U-Bahn auf. Vor einer Woche sei er in ...


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