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EU-Streit am Kriegsschauplatz

Beim Gipfel in Ypern werden alte und neue europäische Konflikte bearbeitet

  • Von Katharina Strobel, Brüssel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg tagen die EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag in Ypern. Erst am Freitag geht es in Brüssel vor allem um den Streit um die EU-Spitzenposten.

Nach außen demonstrieren die Staats- und Regierungschefs der 28 EU-Mitgliedsstaaten Geschlossenheit im Angesicht des Grauens, das Europa vor 100 Jahren überfiel. Deutsche und Briten, die sich in der Region von Ypern über Jahre einen blutigen Grabenkampf lieferten, stehen an diesem Donnerstag gemeinsam vor den Gräbern einer halben Million Soldaten. Der kleine Ort nahe der belgischen Küste symbolisiert die Schrecken des Ersten Weltkrieges auf besondere Weise. Am 22. April 1915 setzten deutsche Truppen dort zum ersten Mal Chlorgas ein. Nun soll in Ypern ein Konflikt gelöst werden, nämlich jener, der die Europäische Union seit Wochen in zwei Lager teilt: pro und contra Jean-Claude Juncker als nächsten Chef der EU-Kommission.

Dabei geht es gar nicht um die Person Juncker. Der 59-Jährige ist über seine Ernennung als Spitzenkandidat der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP), der größten Fraktion im EU-Parlament, ins Kreuzfeuer...


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