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Die Renten-Flex

Simon Poelchau über die Flexi-Rente der Großen Koalition

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Flexibel, das hat meist einen positiven Unterton, weil es anpassbar bedeutet. Anpassbar an die jeweilige Situation. Doch wer bereits Erfahrungen mit flexiblen Arbeitszeiten gemacht hat, weiß, dass etwas, das positiv klingt, oft schlecht sein kann. So ist es wahrscheinlich auch mit der Flexi-Rente.

In der Tat wäre es positiv, wenn Flexi-Rente bedeuten würde, dass man nicht bis zum Renteneintrittsalter arbeiten muss, sondern etwa mit 60 Jahren in den Ruhestand gehen kann. So fordern es die Gewerkschaften. Denn viele Arbeitnehmer sind bereits lange vor ihrem 63. Geburtstag am Ende ihrer Kräfte. Doch gerade der Wirtschaftsflügel der CDU hat mit der Flexi-Rente anderes vor: Er will das Renteneintrittsalter flexibel heraufsetzen. Wer mit 67 noch fit ist, soll weiter arbeiten können. Dies wird aber schwerlich auf einen Dachdecker zutreffen. Von der Flexi-Rente werden deswegen wahrscheinlich hauptsächlich Akademiker profitieren - und auch in deren Branchen macht ein früher Renteneintritt zuweilen Sinn. Wer will sich zum Beispiel von einem 80-jährigen Arzt operieren lassen?

So wird aus der Flexi-Rente letzten Endes eine Renten-Flex. Denn was für einen Sinn hat die Diskussion um die Flexi-Rente für die CDU, als mit einem noch späteren Renteneintrittsalter die Rente für die meisten Arbeitnehmer zu kürzen? Höchstens den, die Lohnnebenkosten zu senken.

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