Gasspeicher vor spanischer Küste erzeugt Erdbeben

Gutachten machen die Einlagerung von Erdgas im Untergrund für 500 Erdstöße verantwortlich. Baukonzern verzichtet auf Nutzungsrecht an ehemaligem unterirdischen Erdöllager

  • Von Ralf Streck
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der größte spanische Baukonzern ACS will auf sein Nutzungsrecht für ein unterirdisches Erdgaslager vor der Mittelmeerküste verzichten, das mit zahlreichen Erdbeben im Jahr 2013 in Verbindung gebracht wird. Das Unternehmen Escal UGS, an dem ACS zu zwei Dritteln beteiligt sei, habe beschlossen, auf das Nutzungsrecht für das Projekt mit dem Namen »Castor« zu verzichten, teilte ACS mit.

Die Entscheidung hat eine längere Vorgeschichte: Vergangenen Sommer begann die Erde zu beben, nachdem dort, wo einst 21 Kilometer vor dem Küstenort Vinaròs Öl aus dem Meeresboden gefördert worden war, Gas hineingepresst worden war. Der konservative Bürgermeister von Vinaròs, Juan Bautista Juan, forderte gemeinsam mit der Opposition und den Kollegen der Touristenorten Benicarló und Peñíscola von der Regierung, die Einlagerung zu stoppen, nachdem ein Beben mit der Stärke 4,2 auf der Richterskala im vergangenen Oktober Valencia und Katalonien erschütt...


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