Finanzskandal erschüttert Sarkozys Partei

Affären der konservativen Opposition in Frankreich stellen politische Rückkehr des Ex-Präsidenten in Frage

  • Von Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Frankreichs wichtigste rechte Oppositionspartei Union für eine Volksbewegung (UMP) steckt in der schwersten Krise ihrer Geschichte.

Wie Presseberichte enthüllt haben, wurden 2012 Wahlkampfkosten des einstigen Präsidenten Nicolas Sarkozy, die die gesetzlich erlaubten 22,5 Millionen Euro um mindestens dieselbe Summe überschritten, mittels fingierter Rechnungen einer Medienagentur zu Lasten seiner Partei abgerechnet. Parteichef Jean-François Copé will davon nichts gewusst haben. Als die UMP im Vorjahr vor der Pleite stand, haben Mitglieder und Anhänger in einer großen Spendenaktion über elf Millionen Euro aufgebracht, um die Partei finanziell wieder flott zu machen. Entsprechend groß ist die Verbitterung an der Basis, dass die von ehemaligen Mitarbeitern und Freunden Copés gegründete und geleitete Agentur Bygmalion der UMP extrem überhöhte oder gänzlich fingierte Rechnungen präsentierte und beglichen bekam. Diese Rechnungen für erfundene Parteiveranstaltungen dienten dazu, den Mehraufwand für Wahlkampfmeetings, der die erlaubten Kosten überschritten hätte, auszugle...


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