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Inder wollen »so schnell wie möglich weg von hier«

Bedrängte Landsleute drängen Regierung in Delhi zu ihrer ersten außenpolitischen Bewährungsprobe

  • Von Hilmar König, Delhi
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Auf den ersten Blick ist es ein akutes Sicherheitsproblem, das die Regierung lösen muss, auf den zweiten aber auch ein soziales - Inder in der Golfregion in Not.

Über 10 000 Inder sitzen in Irak fest. Zwischen die Fronten geraten oder gar von ISIS-Kommandos entführt, ist ihre Sicherheit bedroht. Die Regierung in Delhi bemüht sich mit allen Mitteln, der dramatischen Situation Herr zu werden und sich für eine Repatriierung der Landsleute zu wappnen. Am Dienstag sollte eine erste Gruppe aus der südlichen Nichtkampfzone ausgeflogen werden.

Im Kampfgebiet nördlich von Bagdad sitzen rund 100 Inder fest, darunter 46 Krankenschwestern in der Stadt Tikrit, die von ISIS-Einheiten eingenommen worden und erbittert umkämpft ist. In Mossul haben die Aufständischen 39 indische Bauarbeiter in ihre Gewalt gebracht, zu denen kein Kontakt besteht. Es wird geschätzt, dass weit über 10 000 Inder teils illegal in Irak beschäftigt sind.

Marina Jose, eine der im Krankenhaus von Tikrit eingeschlossenen Schwestern, berichtete BBC am Montag: »Wir können hier keinen Tag länger leben.« Die ganze Nacht über s...


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