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Japans Premier setzt aufs Militär

Neuauslegung der pazifistischen Verfassung soll Auslandseinsätze ermöglichen und stößt auf Kritik

  • Von Susanne Steffen, Tokio
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Tokios konservative Regierung will künftig Auslandseinsätze der japanischen Armee möglich machen. Die Bevölkerung ist gespalten, China kritisiert die Entscheidung.

Historischer Umschwung in Japans Verteidigungspolitik: Ministerpräsident Shinzo Abe hat per Kabinettsbeschluss die Interpretation der pazifistischen Nachkriegsverfassung geändert. Das Land soll künftig das Recht auf kollektive Selbstverteidigung ausüben dürfen. Damit werden auch international legitimierte Auslandseinsätze möglich. Während Bündnispartner USA jubelt, dürfte der Schritt das ohnehin sehr angespannte Verhältnis zum Nachbarn China weiter verschlechtern.

Diese Neuinterpretation ist die bislang tiefgreifendste Änderung der japanischen Sicherheitspolitik seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Verfassung verbietet den Einsatz von militärischer Gewalt zur Lösung von Konflikten, außer im Falle der Selbstverteidigung. Seit Japans Niederlage im Zweiten Weltkrieg waren seine Truppen nicht mehr in Kampfhandlungen verwickelt. Die bisherige Verfassu...


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