Das Konzept heißt Messi

Argentinien lässt auch beim knappen Sieg gegen die Schweiz im Achtelfinale eine klare Spielidee vermissen

  • Von Maik Rosner, Sao Paulo
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Auch beim Achtelfinalsieg gegen die Schweiz kann Argentinien seinem Favoritenstatus nicht gerecht werden: Die Abhängigkeit vom viermaligen Weltfußballer des Jahres ist zu groß.

Als Lionel Messi später seine Gedanken vor dem entscheidenden Tor schilderte, kam darin auch vieles zum Ausdruck, wofür Argentiniens Stil bei dieser WM bisher steht. »Ich habe mir vor dem Tor überlegt: Machst du es vielleicht selbst? Aber dann habe ich Ángel gesehen und mir gedacht: Lass ihn mal«, erzählte Messi.

Nach dem schmeichelhaften 1:0 Argentiniens gegen die Schweiz durch Ángel Di Marías Tor in der 118. Minute ist nicht mehr viel übrig vom Status des Topfavoriten, mit dem die Mannschaft von Alejandro Sabella ins Turnier gezogen war. Denn Argentiniens Konzept, so wirkt es jedenfalls, lautet Messi. Und beinahe hätte der viermalige Weltfußballer auch diesmal lieber auf sich selbst vertraut als aufs Gesamtgefüge.

Als der Trainer die Geschehnisse vom Einzug ins Viertelfinale gegen Belgien am Samstag in Brasília zusammenfasste, gerieten seine Einlassungen ähnlich krude wie das Spiel seiner Mannschaft zuvor. »Zu gewinnen...


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