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NOlympia wird wieder gebraucht

Explodierende Mieten und wachsende soziale Spaltung stellen Großprojekt in Frage

  • Von Harald Wolf
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Was hat die NOlympia-Bewegung der frühen Neunziger Jahre mit der erneuten Bewerbung Berlins für Olympische Sommerspiele heute zu tun? Dieser Frage geht unser Gastautor in seinem Rückblick nach.

»The winner is Sydney«. Im Berliner »Tränenpalast« löste dieser Satz des IOC-Präsidenten Juan Antonio Samaranch unbeschreiblichen Jubel aus. Hunderte von Gegnern der Berliner Bewerbung für Olympia 2000 hatten sich dort am 23. September 1993 versammelt – Mitglieder der PDS, der GRÜNEN, des Anti-Olympia-Komitees. Der Erfolg der NOlympia-Kampagne war zugleich eine krachende Niederlage der damals regierenden Großen Koalition. Blamable neun von 88 möglichen Stimmen entfielen auf die Berliner Bewerbung – einer Bewerbung, die von Skandalen, Pleiten, Pech und Pannen begleitet war und zu einer breiten Protestbewegung führte.

Steigende Arbeitslosigkeit, Zusammenbruch der Industrie in Ost und West, »Abwicklung« von DDR-Institutionen, Wegfall der Berlin-Subventionen, fehlende Haushaltsmittel und eine sanierungsbedürftige Infrastruktur kennzeichneten damals die Lage im gerade wiedervereinigten Berlin. Die damalige CDU-SPD-Koalition aber tr...


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