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Trekker, Trommeln und Trillerpfeifen

Tausende gingen in Dresden für eine Wende in der Landwirtschaft auf die Straße

Eine Demonstration zog am Samstag mit Traktoren durch die sächsische Hauptstadt. Die Teilnehmer forderten ein Ende der Massentierhaltung und mehr Vielfalt in der Landwirtschaft.

Dresden. Mit Traktorenlärm, Trommeln und Trillerpfeifen haben mehrere tausend Demonstranten in Dresden ihrem Unmut über die industrielle Landwirtschaft Luft gemacht. Unter den Motto »Wir haben Agrarindustrie satt« zogen am Samstag nach Angaben der Polizei rund 3000 Menschen, unter ihnen viele Bio-Bauern und Imker, Richtung Innenstadt bis zur Frauenkirche. Am Ende der Kolonne fuhren rund 20 Traktoren. Zu der Demonstration hatte das neu gegründete Agrar- und Verbraucherbündnis »Meine Landwirtschaft Sachsen« aufgerufen, das sich für einen Wandel in der Agrarpolitik einsetzt.

»Naturschutz, Klima- und Bodenschutz stehen in der konventionellen Landwirtschaft am Rand«, kritisierte der Vorsitzende des BUND Sachsen, Felix Ekardt. Die Umweltschutzorganisation fordert unter anderem eine stärkere Förderung des Ökolandbaus, eine Abkehr von Massentierhaltung und Monokulturen sowie eine Neuordnung der Agrarsubventionen. Nach Angaben der Grünen gibt es im Freistaat 96 Großanlagen, in denen rund 485 000 Schweine gehalten werden. Bei Geflügel sind es rund 8,1 Millionen Tiere in 77 Anlagen.

Laut CDU-geführtem Landwirtschaftsministerium wird nur ein reichliches Drittel des Schweinefleisches, das in Sachsen verbraucht wird, auch dort erzeugt. Auf 100 Hektar landwirtschaftliche Fläche kommen demnach rund 54 sogenannte Großvieheinheiten. Als Großvieheinheit zählen eine Kuh oder drei Sauen. Damit sei Sachsen weit davon entfernt, sich als »Maststall der Nation« profilieren zu wollen, hieß es. dpa/nd

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