Werbung

Gefährlich selbstherrlich

Malene Gürgen über das Eskalationspotenzial der Berliner Polizei

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Nicht einmal fünf Sekunden liegen zwischen dem »Ausweis her« des Polizeibeamten und der Szene, in der er mit Hilfe seiner Kollegen den jungen Mann brutal auf den Boden wirft, ihm das Bein verdreht und das Knie in die Seite rammt. Das Video dazu sorgt nicht umsonst für Aufmerksamkeit: Nicht nur ist das Vorgehen der Polizisten schockierend brutal, auch erschreckt die Unvermitteltheit, mit der der eben noch lächelnde Mann zu Boden gestoßen wird. Auch wenn das Video den Vorlauf der Szene nicht zeigt: Die Prügelattacke der Polizei, das ist deutlich zu sehen, kommt für den Betroffenen wie auch die Umstehenden völlig überraschend.

Einen Einzelfall zeigt das Video indes nicht: Zwischen 2000 und 3000 Strafanzeigen gegen Polizisten wegen Körperverletzung im Amt werden in Deutschland jedes Jahr gestellt, Anzeigen gegen Unbekannt nicht mitgerechnet. Die Dunkelziffer schätzen Experten deutlich höher, denn Polizeigewalt zieht nur selten eine Anzeige nach sich. Von den Anzeigen wiederum wird nur ein Bruchteil verfolgt, die meisten Ermittlungen verlaufen im Sande.

Kompetenzüberschreitung im Konflikt um die besetzte Schule, Pfefferspray gegen minderjährige Schüler und der Vorfall am Samstag: Die Berliner Polizei hat in den letzten Tagen alles getan, um sich in der Stadt noch unbeliebter zu machen, indem sie von ihrem Präsidenten über diverse Einsatzleiter bis hin zum einzelnen Beamten so viele Grenzen wie möglich überschritten hat. Gut ist nur, dass die verschiedenen Vorfälle dokumentiert und verbreitet werden - hoffentlich trägt das dazu bei, dem gefährlich selbstherrlichen Verhalten der sich offenbar viel zu sehr in Sicherheit wiegenden Polizisten entgegenzuwirken.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Schenken Sie schon, oder rätseln Sie noch?

Verschenken Sie das »nd«

Klare Worte, Kritische Debatten und mutiger Journalismus von Links: Das »nd« wird Sie bewegen.

Jetzt verschenken oder sich selbst beschenken