Archiv des Imperialismus

Filme von Walter Heynowski und Gerhard Scheumann (H&S) endlich auf DVD

  • Von Detlef Kannapin
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Etwas mehr als siebzig Dokumentarfilme sind von dem wohl produktivsten Duo der deutschen Nachkriegsfilmgeschichte Walter Heynowski (Jahrgang 1927) und Gerhard Scheumann (1930-1998) zwischen 1964 und 1989 in der DDR entstanden. Unter dem Kürzel H&S waren sie weltweit bekannt, wurden national wie international kontrovers diskutiert, blieben in ihrer aktiven Zeit immer polarisierend, politisch klar, propagandistisch versiert und dialektisch beschlagen. Es gibt kaum ein filmisches Werk, das so anschaulich und instruktiv deutsche wie internationale Zeitgeschichte widerspiegelt.

Dennoch sind die Filme von H&S zu großen Teilen aus der Wahrnehmung verschwunden. Einige wenige Aufführungen in den letzten fünfundzwanzig Jahren waren meist nur dazu da, um die Filmemacher als unverbesserliche Ideologen und verbohrte Stalinisten bloßzustellen, die im Dienste der DDR die Wirklichkeit der Demokratie verfälschen. Sekundiert wurde diese...


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