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Schwere Trennung

WM-PORTRÄT

  • Von Alexander Ludewig
  • Lesedauer: 2 Min.

Als Joachim Löw im Sommer 2006 Bundestrainer wurde, war Hans-Dieter Flick sein Wunschkandidat als Assistenztrainer. Fortan bildeten beide das erste sportliche Führungsduo beim DFB, das ohne eigene Länderspielerfahrung als Aktive das Nationalteam trainierte.

In wenigen Wochen wird Flick, der beim FC Bayern München sowie dem 1. FC Köln spielte und mit 28 Jahren seine Profikarriere als Sportinvalide beendete, Löws Vor᠆gesetzter sein. Ab 1. September wird der 49-Jährige Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund - und ist auch in dieser Position der Wunschkandidat des Bundestrainers. Zwar wird Flick im Gegensatz zu seinen Vorgängern Matthias Sammer und Robin Dutt formal auch für das A-Nationalteam zuständig sein, aber eben nur formal: »Das ist alleine die Angelegenheit von Joachim Löw«, blickte Flick auf die kommende Zusammenarbeit. Unstimmigkeiten oder gar Kompetenzgerangel wie mit den vorherigen Sportdirektoren sind zwischen den beiden Baden-Württembergern also nicht zu befürchten.

Die Trennung von Flick fällt Löw dennoch schwer: »Einen besseren Mitarbeiter kann man nicht haben«, lobte der Bundestrainer seinen Assistenten. Und das aus gutem Grund. Flick ist der Verbindungsmann zwischen Löw und Urs Siegenthaler. Der DFB-Chefscout sammelt mit 40 Studenten der Deutschen Sporthochschule Köln sämtliche Informationen über die Gegner der DFB-Elf. Flick wertet diese aus und fasst sie für Löw zusammen. Vor der WM überzeugte der Assistent seinen Chef, dass man sich unbedingt auf Standardsituationen konzentrieren müsse. Die Wette, dass sich das beim Turnier in Brasilien auszahlen wird, hatte Flick gegen Löw recht schnell gewonnen.

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