Nils Brock, São Paulo 15.07.2014 / Ausland

Ein anderer Fußball ist möglich

Die Weltmeisterschaft der Straßenkicker in São Paulo setzte alternative Akzente

Parallel zum großen Rasenspektakel fand in São Paulo die Weltmeisterschaft im Straßenfußball statt. Statt Gewinnen um jeden Preis geht es beim street soccer um Spaß und Kennenlernen.

Als in Davao auf den Philippinen die Einladung zu einem internationalen Fußballturnier ins Haus flatterte, herrschte heller Aufruhr. »Wir? Nach Brasilien? Zum Fußballspielen? Die Skepsis war groß«, erinnert sich Erlebnispädagoge Marcelo Trautmann, der als Fachkraft von Brot für die Welt im Tambayan-Zentrum für Kinderrechte arbeitet. »Viele der Jugendlichen hier haben nicht einmal eine Geburtsurkunde, allein der bürokratische Aufwand erschien riesig.« Und dann, als man bei Tambayan die Reisepläne gerade ins Rollen gebracht hatte, zerstörte drei Monate vor Abflug ein Großbrand die Hütten von über 1000 Familien. Auch die jugendlichen Kicker waren obdachlos geworden. Doch anders als Trautmann es erwartet hätte, reagierten die Eltern entschlossen. »Sie sagten mir, jetzt erst recht, wir können ihnen diese Freude nicht auch noch nehmen.« Am Ende waren es über 300 Jugendliche aus 21 Ländern die Anfang des Monats nach São Paulo kamen, um an der dritten Weltmeisterschaft im Straßenfußball teilzunehmen.

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