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Studenten besetzen Uni-Rektorat in Leipzig

Protest gegen die geplanten Stellenkürzungen in der Theaterwissenschaft - offener Dialog gefordert

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Leipziger Studenten wehren sich gegen den Stellenabbau an ihrer Hochschule. Mit Masken und Schlafsäcken haben sich Besetzer im Rektorat ausgebreitet.

Leipzig. Aus Protest gegen die geplanten Stellenkürzungen in der Theaterwissenschaft haben Studenten der Universität Leipzig das Rektorat besetzt. Die zehn Besetzer forderten Rektorin Beate Schücking zu einem offenen Dialog über die Zukunft ihres Instituts und der Hochschule auf. Ein großes Banner und eine Mauer an Stühlen versperrte am Montag den Zugang zum Rektoratszimmer. In dem Saal davor hatten sich Studenten der Theaterwissenschaft mit Stoffmasken versammelt. »Wir bleiben hier, solange unser Institut in seiner Existenz bedroht ist«, sagte Mit-Organisatorin Ina Lutz. Der Konflikt um die Theaterwissenschaften schwelt seit Anfang des Jahres. Die Hochschule will das Institut schließen, um Sparvorgaben des Landes zu erfüllen.

In Anwesenheit von Rektorin Schücking und etwa 50 Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen verlasen die Organisatoren der Besetzung ihre Forderungen. Unter anderem verlangen sie eine Rücknahme der geplanten Stellenstreichungen sowie gezielte Unterstützung geisteswissenschaftlicher Fächer. In einem einstündigen Rede-und-Antwort-Gefecht äußerte Schücking Verständnis für den Unmut der Studenten, verwies aber immer wieder auf den Hochschulentwicklungsplan: »Ich kann mich nicht gegen die Entscheidungen der Landesregierung stellen«, sagte die Rektorin. Wie Universitätssprecher Carsten Heckmann mitteilte, wird die Besetzung geduldet. Wie lange sie dauern wird, stand zunächst noch nicht fest. dpa/nd

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