Schlammschlacht um Prokon

Staatsanwaltschaft ermittelt / Firmengründer fordert Abberufung des Insolvenzverwalters

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Vor der Gläubigerversammlung der insolventen Windkraftfirma Prokon spitzt sich die Auseinandersetzung zwischen Ex-Geschäftsführer und Insolvenzverwalter zu. Es geht um viel Geld - für beide Seiten.

Die beiden Kontrahenten würden wohl heute keine gemeinsame Pressekonferenz mehr abhalten: Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin und der ehemalige Prokon-Geschäftsführer Carsten Rodbertus. Der charismatische Firmengründer des Windkraftunternehmens setzte am Donnerstag seine Offensive fort. Auf seiner privaten Internetseite warf er dem Insolvenzverwalter vor, er wolle das Unternehmen zerschlagen.

Dabei sei bis heute »kein Vermögen verloren gegangen«, so Rodbertus. Prokon sei nur zahlungsunfähig, weil 400 Millionen Euro Kapital gekündigt worden seien - doch das Geld stecke in Produktions- und Windkraftanlagen. Auf seiner Website wirft Rodbertus dem Hamburger Anwalt vor, allein am millionenschweren Honorar für das Insolvenzverfahren interessiert zu sein und daher eine »öffentliche Schlammschlacht« inszeniert zu haben. Der Firmengründer, der seinen Betrieb nicht mehr betreten darf, forderte die Einsetzung eines neuen Insolvenzverwalte...


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