Bis zum nächsten Toten

Bahnarbeiter kritisieren gravierende Sicherheitsmängel beim DB-Konzern

  • Von Hans-Gerd-Öfinger
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Führt der Kostendruck bei der Deutsche Bahn (DB) zu tödlichen Unfällen, die bei schärferen Sicherheitsvorschriften und einer strikten Einhaltung von Standards vermeidbar wären? Ein Bericht im Magazin der »Süddeutschen Zeitung« (SZ) über tödliche Arbeitsunfälle an Oberleitungen hat eine neue Diskussion über die Ursachen ausgelöst. Im Rampenlicht stehen erneut zwei Arbeiter, die 2012 durch Stromstöße an einem Bahnhof in Hannover umkamen.

Mitarbeiter des DB-Konzerns hätten wiederholt vor den Gefahren gewarnt und strengere Regeln gefordert, berichtet das Blatt unter Berufung auf interne Dokumente und Insider. Obwohl in den letzten Jahren mehrere Menschen bei Arbeiten wegen zu geringen Sicherheitsabstands zu den Oberleitungen gestorben seien, habe das Bahnmanagement jahrelang den Ruf nach besserem Arbeitsschutz ignoriert. Die SZ-Recherche spricht von Widerständen auf Führungsebene gegen verschärfte Anweisungen zu Mindestabständen u...


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