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Hungerstreik auf dem Pariser Platz

Eine Gruppe von ungefähr 40 Flüchtlingen ist am Donnerstagnachmittag auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in den Hungerstreik getreten. Es handelt sich dabei um dieselbe Gruppe, die in der vergangenen Woche den Fernsehturm am Alexanderplatz besetzt hatte. Ihre Kernforderung ist wie bereits in der letzten Woche, mit verantwortlichen Politikern zu sprechen. Ein Sprecher erklärte: »Beim Fernsehturm hat es sich um Privateigentum gehandelt. Deshalb sind wir von der Polizei geräumt worden. Nun haben wir den Pariser Platz gewählt, weil dies ein öffentlicher Raum ist.« Der Sprecher kündigte an, dass die Gruppe die nächsten zwei bis drei Tage noch Flüssigkeit zu sich nehmen wolle. Sollten ihre Forderungen indes nicht erfüllt werden, würden sie auch auf Flüssigkeit verzichten.

Die Flüchtlinge stammen aus Ländern wie Pakistan, Afghanistan und dem Iran und haben die letzten zweieinhalb Jahre in »Lagern« in Bayern verbracht. Auch dort hatten sie gegen das Lagersystem und die inhumanen und perspektivlosen Lebensbedingungen protestiert. Ohne Erfolg. Daher habe man nun Berlin als Hauptstadt für ihre Proteste gewählt, so der Sprecher. gsp

refugeestruggle.org/

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