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Wasserzufuhr blockiert

Im syrischen Aleppo droht eine Katastrophe

Aleppo ist geteilt. Aufständische und Regierung blockieren gegenseitig die Wasserzufuhr. Oppositionelle werfen dem Regime zudem vor, bei einem Angriff Chlorgas eingesetzt zu haben.

Aleppo. Nach fast 80 Tagen ohne Wasser steht die syrische Millionenstadt Aleppo laut Aktivisten vor einer Katastrophe. Wegen der andauernden Kämpfe gebe es bereits seit Anfang Mai in großen Teilen Aleppos kein fließendes Wasser mehr, warnte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag. So hätten Rebellen der Al-Qaida-nahen Extremistengruppe Al-Nusra-Front die Wasserversorgung von Gebieten blockiert, in denen Regierungstruppen stationiert seien.

Zugleich werfen Regimegegner Damaskus vor, eine durch Bombardements beschädigte Hauptversorgungsleitung absichtlich nicht zu reparieren.

Die Bürger seien auf lokale Brunnen mit zum Teil verschmutztem Wasser angewiesen. Einige Teile von Aleppo werden von Aufständischen beherrscht, andere stehen unter Kontrolle der Regierung. Oppositionelle Aktivisten beschuldigten die Regierung außerdem, bei einem Angriff Bomben mit Chlorgas eingesetzt zu haben. Dabei hätten in dem Ort Kafr Zita nördlich der Stadt Hama mehr als 50 Menschen Atemwegserkrankungen erlitten, teilte die Generalkommission für die Syrische Revolution mit. Die Beobachtungsstelle für Menschenrechte konnte diese Angaben jedoch nicht bestätigen.

Nach der Einnahme eines Gasfeldes in Syrien durch die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) tauchte unterdessen ein Video mit einem Deutsch sprechenden Dschihadisten auf. Er wird im Filmtitel als Abu Lukman al-Almani bezeichnet und hockt vor Leichen, die getötete Kämpfer des syrischen Regimes zeigen sollen. In einer Mischung aus Deutsch und Arabisch sagt er: »Die Hanasir (Schweine), die Hajawanat (Tiere) haben wir geschlachtet.«

IS-Kämpfer hatten das Gasfeld Schaar östlich der syrischen Stadt Homs nach blutigen Kämpfen eingenommen. Die Zahl der bei der Eroberung des Gasfeldes getöteten Regimeanhänger stieg auf 115, wie die Menschenrechts-Beobachtungsstelle mitteilte. Auch 21 Kämpfer der Extremisten seien getötet worden. dpa/nd

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