Marion Pietrzok 28.07.2014 / Kultur

Bitter und tragisch

Die Regisseurin Evelyn Schmidt schreibt über »Filmzeit - Lebenszeit«

Es war am 9. September 1981, im neuen, großen Kino DEFA 70 in Babelsberg. Der Film »Das Fahrrad« von Evelyn Schmidt hat Studioabnahme. Der Saal ist voll. Die Offiziellen sind anwesend: der Stellvertreter des Ministers für Kultur und Leiter der Hauptverwaltung Film Genosse Horst Pehnert sowie die Genossen Otto und Spangenberg aus derselben Abteilung, die Leiter des DEFA-Außenhandels, des Progress Film-Verleihs, des Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden, der Rektor der Hochschule für Film und Fernsehen, die Kulturabteilung des ZK der SED, zwei Vertreter der Bezirksleitung der SED, die Redaktion von »Film und Fernsehen«, die gesamte Studioleitung, die Partei- und die Gewerkschaftsleitung des Studios, Genossen und Kollegen von Regie und Dramaturgie, die künstlerischen Mitarbeiter des Drehstabs und der Rest der Belegschaft. Evelyn Schmidt, geboren 1949 in Görlitz, zählt in ihrem Erinnerungsbuch »Filmzeit - Lebenszeit« sie alle auf. »Ja, DEFA-Film war eine staatstragende Angelegenheit.« Das Staatstragende oftmals eine enge Fußfessel für die Kreativität - wie später, nach 1989, Ignoranz und Geld auf andere Weise es wurden.

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