Mutterschutz für ein sozialeres Europa

Terry Reintke kritisiert, dass die EU-Kommission eine fortschrittliche Mutterschutzrichtlinie zurückziehen will. Deren Beschluss wird vor allem von der Bundesregierung blockiert.

  • Von Terry Reintke
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Im Europawahlkampf der vergangenen Monate wurde immer wieder ein soziales Europa gefordert, in dem gemeinsame Mindeststandards und soziale Rechte der Bürgerinnen und Bürger endlich Realität werden. Nach der Wahl beginnt die neue Legislaturperiode des EU-Parlaments dagegen mit einem Fehlstart, denn ein wichtiges Projekt zur Verbesserung der sozialen Rechte von Frauen und Männern soll eingemottet werden: die Mutterschutzrichtlinie.

Wie so oft stand auch zu Beginn der politischen Debatte um die Revision der Mutterschutzrichtlinie die Analyse gesellschaftlicher Probleme, die gemeinsam gelöst werden sollten: Der demografische Wandel sollte bekämpft sowie die Frauenerwerbstätigkeit erhöht und die Lebenssituation von jungen Familien verbessert werden. Neben der Stärkung des Gesundheitsschutzes von Müttern und ihren Neugeborenen sollte die neue Richtlinie dazu beitragen, den Zugang von Frauen zum Arbeitsmarkt zu erleichtern, die Lohnl...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.