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Quer durch die Bundesrepublik

Simon Poelchau über die Verschuldung der Kommunen

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1083 deutsche Kommunen sind mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von weniger als 10 Euro quasi schuldenfrei. Diese Meldung des Statistischen Bundesamtes könnte eigentlich eine gute Nachricht sein. Wären da nicht gleichzeitig auch 30 Kommunen, die mit einer Verschuldung von über 10 000 Euro pro Kopf de facto bankrott sind.

In der Tat ist die Lage der Kommunen sehr unterschiedlich. Dabei kann die einstige Grenze zwischen West und Ost nur noch schwer ausgemacht werden. Mit einer durchschnittlichen Pro-Kopf-Verschuldung von 2753 Euro stehen die sächsischen Gemeinden nach den bayerischen und schleswig-holsteinischen am Besten da. Im Saarland hingegen sind mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 6220 Euro im Durchschnitt eigentlich alle 52 Kommunen eine Sache für den Notfallhaushalt. Wiederum befindet sich jede fünfte Gemeinde, die überschuldet ist, in Mecklenburg-Vorpommern. Und auch der Musterschüler Schleswig-Holstein weist vier Kommunen auf, die eine Pro-Kopf-Verschuldung von über 10 000 Euro haben.

Es ist also eindeutig: Will man die Spaltung zwischen armen und reichen Kommunen nicht weiter vorantreiben, so muss schleunigst etwas getan werden. Ansonsten droht unzähligen Gemeinden quer durch die Bundesrepublik die völlige Handlungsunfähigkeit.

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