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Zweierlei Maß in Sachen Hamas

Roland Etzel zum Krieg um Gaza

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Keine Friedensgespräche, nicht einmal einen Tag Waffenruhe. Relativ geringfügige Anlässe - gemessen an dem Massensterben, das dieser Krieg bereits verursacht hat - mussten am Freitag als Begründung für den Bruch der Absprachen herhalten. Die israelische Seite gibt sich empört, weil einer ihrer Armeeangehörigen in Gaza von Palästinensern gefangengenommen - sie sagt: entführt - worden ist. Die Armeeführung sagt nicht im selben Atemzug, dass sie selbst seit Beginn ihrer Bodenoffensive Dutzende Palästinenser in Gaza gefangengenommen - sie nennt es: verhaftet - und in israelische Gefängnisse irgendwo im Hinterland gebracht hat.

Es ist dieser schräge Blick von oben auf die »Extremisten«, »Islamisten«, »Terroristen«, als die Hamas-Palästinenser der israelischen Führung noch immer synonymisch und unterschiedslos gelten. Und noch immer teilt die westliche Wertegemeinschaft diese Feldherrenattitüde. Folgerichtig werden Verhandlungen mit Hamas auf Augenhöhe als nicht zumutbar eingestuft. Reden wollte man mit deren Abgesandten in Kairo allenfalls über Dritte. Das ist gar nicht neu. Schon vor mehr als 20 Jahren weigerte sich Israel sehr lange, mit dem »Terroristen« Arafat an einem Tisch zu sitzen.

Entscheidend für die Beurteilung einer Herangehensweise sollte stets sein, ob damit am Ende für beide Seiten akzeptable Lösungen gefunden werden. Das ist völlig offen, aber Kapitulation oder Unterwerfung einer Seite zählen dazu sicher nicht.

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