Die Geister, die ich rief

Dierk Hirschel über den Wandel in der Bundesbank und die Tücken der Kehrtwende

  • Von Dierk Hirschel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Bundesbank sorgte letzte Woche für eine große Überraschung. Die Währungshüter verkünden das Ende der Bescheidenheit. Das ist ungewöhnlich. Jahrzehntelang warnten die obersten Banker vor einem zu großen Schluck aus der Pulle. Nur Lohnzurückhaltung schafft Beschäftigung, lautete der strenge Frankfurter Glaubenssatz. Die Löhne sollten immer hinter der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zurückbleiben.

Doch plötzlich schlagen die Notenbanker neue Töne an: Die Gewerkschaften dürfen jetzt den verteilungsneutralen Spielraum - Zielinflation plus Trendproduktivität - ausschöpfen. Nach Frankfurter Lesart sind das rund drei Prozent Lohnplus pro Jahr. Fast genau das, was IG Metall, ver.di & Co. dieses Jahr bisher durchsetzen konnten.

Dieser Abschied von der lohnpolitischen Zwangsdiät ärgert die Arbeitgeberverbände. Schließlich spielt die öffentliche Meinung in Tarifverhandlungen eine wichtige Rolle. Die Bundesbank ist immer ...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 630 Wörter (4512 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.