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Vom Stellen der Weichen

Velten Schäfer über den Risikosport Bahnfahren

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: 1 Min.

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Wie es dazu kommen konnte, dass dieser Tage am Mannheimer Hauptbahnhof ein Güterzug einen Eurocity rammte, ist offiziell und im Detail noch ungeklärt. Offensichtlich war aber eine Weiche defekt oder falsch gestellt - sonst hätte der Güterzug nicht plötzlich auf das Gleis des Personenzugs einschwenken können, wie Augenzeugen berichteten.

Der zum Glück vergleichsweise glimpflich abgelaufene Unfall, der bei höherer Geschwindigkeit eine Katastrophe gewesen wäre, erinnert schon deshalb an den vergangenen Sommer, als Mainz aus Mangel an Stellwerkpersonal wochenlang vom Verkehr abgeschnitten war.

Verkehr ist stets gefährlich, denn technisches oder menschliches Versagen kommen überall vor. Dennoch beginnen viele Deutsche bei einer derartigen Nachricht sofort zu schimpfen, der Staatskonzern solle sich auf Sicherheit und Komfort konzentrieren statt auf Übersee-Logistik. Das hat sich die Bahn selbst zuzuschreiben. Denn Erfahrung macht Kunden klug - zumal im Unglückszug offenbar mal wieder die Klimaanlage ausgefallen war.

Auch wenn das DB-notorische Schwächeln der Luftversorgung diesmal vielleicht einen Glücksfall darstellte, weil offenbar deshalb gerade die entgleisten Wagen nicht voll besetzt waren, muss der Staatskonzern über das Stellen der einen oder anderen Weiche dringend neu nachdenken.

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