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Kommunen entdecken Altkleider-Markt

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Waren es zuvor vor allem Kirchen und Hilfsorganisationen, die alte Klamotten sammelten, tun das jetzt immer mehr Kommunen in Brandenburg.

Potsdam. Auf den ersten Blick sind gebrauchte Klamotten fast wertlos. Also ab damit in einen Kleidercontainer. Doch der Markt für gebrauchte Textilien verspricht gute Gewinne. Das haben auch die Kommunen in Brandenburg für sich entdeckt. Viele sammeln inzwischen selbst. In Potsdam hat eine Firma die Genehmigung, Altkleidercontainer aufzustellen, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Die FWS mit Sitz in Bremen hat den Angaben zufolge 146 dieser Behälter aufgestellt. Potsdam macht regelmäßig eine Ausschreibung für die Sammlung. Man habe ein Angebot für die zu erwartende Menge vorgelegt, sagte FWS-Geschäftsführer Rainer Binger. Landesweit hat das Unternehmen rund 500 Container, unter anderem in Rathenow, Oranienburg, Dalgow und Nauen. Jährlich kämen 1500 Tonnen Textilien zusammen. Seit dem 1. Juni 2012 müssen alle Sammlungen genehmigt werden. Außerdem haben Kommunen die Möglichkeit, in das Geschäft mit den Altkleidern einzusteigen. Grundlage dafür ist die Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Dabei gibt es die Möglichkeit, wie in Potsdam einen Auftrag an den Sammler mit dem besten Angebot zu vergeben. So können die Kommunen mitverdienen.

Ärger bereiten indes den Kommunen illegal aufgestellte Container. Potsdam entfernte seit 2012 nach eigenen Angaben 80 nicht genehmigte Behälter. Die Betrüger nutzen nach Informationen des Verbandes Fair-Wertung oft Namen und Symbole, die denen bekannter karitativer Organisationen gleichen. In dem Verband haben sich etwa 100 kirchennahe und nicht konfessionell gebundene gemeinnützige Sammler zusammengeschlossen. Sie verpflichten sich, soziale und umweltfreundliche Standards einzuhalten. dpa/nd

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