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Gaza - Symbol der Untätigkeit

Roland Etzel zur Krise der Diplomatie in der Nahostfrage

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Fast 1800 Tote sind es nunmehr im Gaza-Krieg, aber die internationale Diplomatie hat es nicht eilig. Selbst bei einem Abzug Israels wäre nichts gelöst. Aber: Keine Dringlichkeitssitzungen bei der UNO in New York; am potenziellen Konferenzort Kairo tut sich wenig bis nichts. Auch der US-Kongress, der sonst gern über die Verhängung von Flugverbotszonen nachdenkt, hat eine solche über Gaza bislang nicht ins Spiel gebracht. Das äußerste, was zu hören war, blieb die Mahnung, »umgehend Verhandlungen aufzunehmen«.

Darin lag nichts Dramatisches - es sei denn, man bewertet schon die Tatsache so, dass die »Mahnung« an beide Seiten erging. Dass Kerry keinerlei Druck auf Israel ausüben sollte, wussten die Israelis ja längst. Wie man jetzt weiß, wurde er von ihnen bei seinen Nahostmissionen abgehört. Proteste? Konsequenzen Kerrys? Keine. Es ist sehr schwer vorstellbar, dass dieser Mann auf internationalem Parkett noch jemals ernstgenommen wird.

Warum aber tun andere nichts? Zum Jubiläum des Weltkriegsausbruchs war auf dem Alten Kontinent allerorten von Verantwortung zu hören. Wenn man heute zu recht meint, dass Verdun und Ypern keine unabwendbaren Ereignisse waren, warum dann nicht auch Gaza? Es sagt ja keiner, dass dies einfach sei.

Doch selbst der deutsche Bundespräsident, sonst eifrigster Mahner, dass sich Deutschland nicht länger vor internationaler Verantwortung drücken dürfe, bleibt dazu stumm.

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