»Wir sind keine Kanonenkugeln«

Kriegsdienstverweigerer in Israel

  • Von Celestine Hassenfratz
und Ulla Scharfenberg, Tel Aviv
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Die Jugend in Israel ist kurz. Direkt nach dem Schulabschluss müssen die jungen Männer und Frauen zur Armee. Den Wehrdienst zu verweigern, ist kaum möglich und gesellschaftlich nicht anerkannt.

Elf Jahre ist es her, dass Yoav Lewy sich eine Gefängniszelle mit 20 anderen Menschen teilte. Seine Erinnerung an die Urteilsverkündung ist klar und genau: Es ist der 9. Dezember 2003, ein Dienstag, kurz vor Chanukka. Yoav trägt ein Barett und seine olivgrüne Militäruniform. An der Wand hängt eine weiß-blaue Israelflagge. Ihm gegenüber sitzt ein hochrangiger Militäroffizier. Er will wissen, warum Yoav sich nicht für den Reservedienst einziehen lassen will, so wie es das Gesetz für Männer bis 40 Jahre in Israel vorsieht.

Der Militärdienst ist in Israel Pflicht: Männer müssen drei Jahre, Frauen 20 Monate zur Armee. Seit der Gründung des Staates Israels 1948 wurden nur wenige von der allgemeinen Wehrpflicht ausgenommen: ultra-orthodoxe Juden und Jüdinnen, die sich stattdessen dem Thora-Studium widmen, die palästinensische Bevölkerung sowie schwangere und verheiratete Frauen.

»Ich wollte schon in der Israeli Defense Force di...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 1223 Wörter (7897 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.