Werbung

Linkenpolitiker weisen grüne Kritik zurück

Ernst: Äußerungen von Grünen-Fraktionschef Hofreiter »einfach nur noch wirr« / Riexinger: »Gehacke« der Grünen-Spitze stört - Opposition muss besser zusammenarbeiten

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Der Vizevorsitzende der Linksfraktion, Klaus Ernst, hat Kritik der Grünen an seiner Partei zurückgewiesen. Ernst nannte dabei im »Kölner Stadt-Anzeiger« Äußerungen des Grünen-Fraktionschefs Anton Hofreiter »einfach nur noch wirr«. Der Linken »zu unterstellen, sie würden die Leute in die Verelendung treiben, um damit rot-rot-grüne Regierungen zu verhindern - das ist Schwachsinn«, wird Ernst von der Zeitung zitiert.

»Wir haben die Hartz IV-Proteste mit organisiert. Wir haben uns für Mindestlöhne eingesetzt«, so der Linkenpolitiker. Dies sei das Gegenteil dessen, was Hofreiter behaupte. Ernst verwies zudem darauf, dass die Grünen mit dafür gesorgt hätten, dass es im Saarland nicht zu einer rot-rot-grünen Koalition gekommen sei. »Ich halte den Hofreiter langsam für ein Irrlicht. Mit tut er leid. Wenn das die Linken bei den Grünen sind, dann braucht man wirklich keine Freunde mehr.«

Hofreiter hatte in in einem Interview mit der »Berliner Zeitung« gesagt, die Linkspartei sei »die Partei mit der breitesten Spanne an Überzeugungen«, in der »Pragmatiker wie Gregor Gysi, die im Grunde ihres Herzens Sozialdemokraten sind«, ebenso vertreten seien wie Politiker, die Anhänger »der Verelendungstheorie« seien. »Diese besagt, dass linksorientierte Reformregierungen verhindert werden müssen. Die breite Bevölkerung soll so weit in die Verelendung getrieben werden, dass sie bereit ist für den revolutionären Umsturz«, so Hofreiter.

Ernst erklärte sich solche Äußerungen nun damit, dass die Grünen »keinen Plan und keine Strategie« für ihre eigene Partei hätten. »Wollen sie eine rot-rot-grüne Option? Oder wollen sie mit den Schwarzen kuscheln?«, fragt sich der Linken-Politiker und riet den Oppositionskollegen, sich zu entscheiden. Einen Politikwechsel könne es nur mit der Linkspartei und der SPD geben.

Auch Linken-Chef Bernd Riexinger hatte bereits die Grünen »vor Selbstfindungstrips auf der Oppositionsbank« gewarnt. In der »Berliner Zeitung« sagte er, »das Gehacke der grünen Spitzen stört. Das Gerede über Schwarz-Grün stärkt die Union«. Nach Ansicht des Linken-Politikers muss die Opposition künftig »besser zusammen arbeiten. Der Gegner sitzt auf der Regierungsbank«. Agenturen/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!