Werbung

Der Bildschirm ist die neue »Bild«

Springer wächst und will weiter wachsen

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der Medienkonzern Axel Springer will sein Digitalgeschäft im Ausland weiter ausbauen. Die Finanzspielräume seien komfortabel genug, um im englischsprachigen Raum auch in digitalen Journalismus zu investieren, sagte Vorstandschef Mathias Döpfner am Dienstag. Konkrete Pläne dafür gebe es aber noch nicht. Für das erste Halbjahr weist der Konzern einen Gesamterlös von rund 1,4 Milliarden Euro aus - im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Steigerung von 6,2 Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 10,6 Prozent auf rund 266 Millionen Euro.

Auf Wachstumskurs hält den Konzern (»Bild«, »Welt«, »Immonet«, »Stepstone«) dabei vor allem sein Digitalgeschäft, zu dem unter anderem Preisportale, Stellen- und Immobilienanzeigen gehören. Im ersten Halbjahr trugen digitale Medien rund zur Hälfte (51,4 Prozent) zum Gesamterlös bei. Beim EBITDA waren es sogar rund zwei Drittel (65,2 Prozent). Die Aktie gewann zeitweilig um fast acht Prozent in einem leicht positiven Marktumfeld hinzu.

Döpfner bewertete das Halbjahresergebnis als sehr gut. Er sehe Axel Springer damit auf dem Weg zum führenden digitalen Verlag. Neben dem nationalen und internationalen Digitalgeschäft kann sich der Vorstandschef nach dem vieldiskutierten Verkauf von Tageszeitungen wie der »Berliner Morgenpost« und dem »Hamburger Abendblatt« sowie Zeitschriften wie »Bild der Frau« und »Hörzu« auch wieder Akquisitionen mit journalistischem Inhalt vorstellen - allerdings nur im englischsprachigen Raum. Der Konzern erwirtschafte bereits 42 Prozent seines Umsatzes im Ausland.

Möglich seien sowohl eine eigene Gründung als auch eine Übernahme von Zeitungen oder Zeitschriften, sagte Döpfner. Allerdings nur, wenn die Digitalisierung dort bereits laufe oder das Potenzial dafür deutlich vorhanden sei. »Wir werden keine Zeitungen übernehmen, die sich als reine Print-Produkte sehen«, betonte er. Den Spielraum für Investitionen bezifferte der Konzern auf rund eine Milliarde Euro, ein Teil davon stammt aus den Verkäufen der deutschen Print-Titel.

Der Konzernüberschuss stieg in ersten Jahreshälfte bereinigt um 13 Prozent auf 138,2 Millionen Euro. Die Zahlen und Prognosen sind um den vor etwas mehr als einem Jahr angekündigten und inzwischen vollzogenen Verkauf zahlreicher Zeitungen und Zeitschriften an die Funke-Gruppe bereinigt.

An seinen verbliebenen deutschen Zeitungen »Bild« und »Welt« will Axel Springer festhalten - auch mit digitalen Abos. »Leser sind zunehmend bereit, für journalistische Angebote im Internet zu zahlen«, sagte Döpfner. Bei der »Bild«-Zeitung seien es inzwischen rund 260 000 digitale Abos, bei der »Welt« rund 53 000. Das sei eine »solide Entwicklung«, wenn auch nicht mehr so sprunghaft wie mit dem Start des Angebots vor mehr als einem Jahr. Diese Entwicklung sei aber zu erwarten gewesen. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen