Japans Abkehr vom Pazifismus

Die neue Verteidigungspolitik des konservativen Regierungschefs Shinzo Abe stößt im Land auf Widerstand

  • Von Sebastian Maslow, Tokio
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Tokios konservativer Regierungschef Abe will die Sicherheitspolitik des Landes radikal ändern und lässt dazu die Nachkriegsverfassung neu interpretieren. Kritiker fürchten um Japans Pazifismus.

Japans außen- und sicherheitspolitisches Selbstverständnis seit 1945 definierte sich vor allem in Abgrenzung zur eigenen Kriegsvergangenheit und fand seinen Ausdruck in der pazifistischen Verfassung von 1946. Demnach verzichtete Japan auf jegliche Beteiligung an Kriegsaktivitäten sowie auf den Unterhalt von Streitkräften. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges in Asien und massiven US-amerikanischen Drucks führte Japan am 1. Juli 1954 die sogenannten Selbstverteidigungskräfte ein. Eingebettet im Sicherheitsbündnis mit den USA, orientierte sich Japan vor allem an seinen wirtschaftspolitischen Interessen und verzichtete mit Verweis auf seinen Verfassungspazifismus lange auf eine aktive internationale Rolle seines Militärs.

Seit seiner Rückkehr ins Amt des Premierministers im Dezember 2012 wirbt Shinzo Abe mit Nachdruck für eine tief greifende Reform dieser Nachkriegsordnung. Besonders vor dem Hintergrund wachsender Spannungen in...

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