Urlaub von Hartz IV

Katja Kipping fordert Reisegutscheine für Arbeitslose, Geringverdiener und deren Kinder

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Urlaubsgutscheine für Arbeitslose, Geringverdiener und deren Kinder - der Vorschlag von Katja Kipping, der Vorsitzenden der Linkspartei, klingt verlockend. Doch der Teufel steckt im Detail.

Sommer, Sonne, Sonnenschein - während Millionen Bundesbürger ihre Ferien an der See oder in den Bergen genießen, reicht es für viele nur für einen Urlaub auf dem eigenen Balkon. Erst vor wenigen Tagen hatte das Statistische Bundesamt die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, wonach 22 Prozent der Deutschen nicht mal das Geld für eine einwöchige Urlaubsreise haben. Etwas älter sind die Zahlen des Deutschen Kinderschutzbundes, wonach etwa drei Millionen Kinder in den Sommerferien zu Hause bleiben müssen, weil es den Eltern an Geld mangelt.

Linksparteichefin Katja Kipping fordert nun, dass Menschen mit niedrigen Einkommen, also Sozialleistungs- und Wohngeld-Berechtigte, Gutscheine erhalten sollten, die sie für Urlaubsreisen einlösen können: »Entweder in Jugendherbergen, bei der Bahn für Fahrkarten oder im Reisebüro«, so Kipping in der »Welt am Sonntag«. Es müsse »ein Recht auf Urlaub geben«, betonte die Parteichefin. Kinder sol...


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