Ein Schnitt im Namen des Vulkans

Unbekannte sabotierten das Glasfasernetz in Teilen Berlins / Polizei vermutet politische Motivation der Täter

  • Von Robert D. Meyer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Kein Telefon, TV und Internet: Bei 160 000 Haushalten in Berlin fiel am Sonntag die Kommunikation aus. Ob der Anschlag politisch motiviert war, blieb zunächst unklar. Neu wäre solch eine Protestaktion nicht.

Für viele Berliner Kunden des Netzbetreibers Kabel Deutschland dürfte es ein frustrierender Sonntag gewesen sein: Wer in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau am Morgen zum Festnetztelefon griff, ins Internet gehen oder Fernsehen wollte, hatte den ganzen Tag über kein Glück. Das Glasfasernetz von Kabel Deutschland war tot, 160 000 Haushalte - mit Ausnahme des Mobilfunknetzes und des TV-Empfangs über Satellit oder Antenne - waren von allen digitalen Kommunikationswegen abgeschnitten. Eine technische Störung infolge unvorsichtiger Bauarbeiten konnte der Konzern schnell ausschließen. Der Grund für den flächendeckende Ausfall, der für einige Haushalte bis Sonntagnacht andauerte, war kein Bagger, sondern offenbar ein Anschlag auf das Berliner Kommunikationsnetz. Unbekannte Täter verschafften sich in Charlottenburg Zugang zu einem Kabelschacht und durchtrennten rund 400 Glasfaserleitungen, die in großen Bündeln unter der Str...


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