Reimar Paul 13.08.2014 / Inland

Sachverstand für die Gegenseite

Zuletzt war es Johannes Kempmann - aber auch andere ehemalige Umweltbewegte wurden schon zu Lobbyisten der Energiewirtschaft

Ein Anti-Atom-Aktivist und Grünenpolitiker vertritt jetzt einen Lobbyverband der Energiewirtschaft. Verrat oder gewöhnlicher Berufswechsel? Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.

»Charmantes Schlitzohr mit Profil«, überschrieb die »taz« vor kurzem einen Bericht über den Auf- und Umsteiger Johannes Kempmann. Der kämpfte früher gegen die Atomanlagen in Gorleben, war Pressesprecher der örtlichen Bürgerinitiative und saß für die Grünen im niedersächsischen Landtag. Jetzt ist er Präsident des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft. Die Lobbyorganisation steht im Ruf, verlängerter Arm vor allem der großen Strom- und Atomkonzerne E.on und RWE zu sein. Ist das nur »ein Vorurteil«, wie die »Welt« meint? Oder ist Kempmann ein »Überläufer«?

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