Andreas Schug 13.08.2014 / Bewegung

Frische Brise

Der Widerstand gegen Atomanlagen im Ostseeraum wächst

Jede Woche durchquert ein Atomfrachter den Nord-Ostsee-Kanal. Kaum jemand weiß das. Aktivisten wollen nun den Widerstand gegen Atomanlagen im Ostseeraum international bündeln.

Die großen Pötte im Nord-Ostsee-Kanal fahren den Atomkraftgegnern quasi vor der Nase entlang. Am vergangenen Mittwoch sind die ersten Aktiven in das kleine Örtchen Altenholz-Knoop nördlich von Kiel gereist, wo nun rund 60 Menschen Sand in das Getriebe der Atomindustrie streuen. Und möglicherweise konnte das Zeltdorf am östlichen Ende des Kanals alleine durch seine Existenz den ersten Erfolg verbuchen: Der Frachter Sheksna, der wohl mit radioaktiver Fracht von St. Petersburg nach Hamburg unterwegs ist, hat am Wochenende den Kanal gemieden und den 800 Kilometer langen Umweg um Dänemark herum genommen. Für Hanna Poddig vom Organisationsteam ist es »naheliegend, dass das Schiff den Umweg wegen des Camps genommen hat.« Andere plausible Gründe gebe es nicht, zumal der übrige Schiffsverkehr weiter über den Kanal gelaufen sei.

Das Camp, das noch bis Samstag läuft, soll auf die vergessenen Themen hinweisen. »Viele wissen hier gar nicht...

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