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Kritische Theorie bald online

Horkheimers Nachlass

Der Nachlass des Philosophen und Begründers der Kritischen Theorie, Max Horkheimer (1895-1973), ist ab dem 20. August im Internet einsehbar. Die Universitätsbibliothek Frankfurt am Main werde einen Großteil der 250 000 Dokument-Seiten freischalten, teilte die Goethe-Universität am Donnerstag mit. Unter den mehreren Tausend Briefen seien viele, die bislang noch nie veröffentlicht wurden, sagte der Leiter des Archivzentrums, Mathias Jehn. Dazu gehörten etwa Korrespondenzen mit anderen bedeutenden Vertretern der Kritischen Theorie während der Emigration in die USA.

Öffentlich zugänglich werden sämtliche Manuskript- und Entwurfsseiten Horkheimers von seinen frühen Schriften in der Studentenzeit in den 1920er bis hin zu späten Vorträgen und Interviews in den 1970er Jahren. Dazu kommen mehrere Tausend Seiten digitalisierter Korrespondenzen mit Theodor W. Adorno, Walter Benjamin, Jürgen Habermas, Siegfried Kracauer und anderen. Die Digitalisierung der Schriften sei auch notwendig geworden, weil das Papier, insbesondere aus den Jahrzehnten zwischen 1920 und 1950, vom Zerfall bedroht und daher für die Benutzung gesperrt ist, so Jehn.

Horkheimer war Direktor des Frankfurter Instituts für Sozialforschung von 1930 bis zu dessen Schließung durch die Nazis 1933 und wieder nach seiner Rückkehr aus dem Exil von 1951 bis zu 1959. Von 1951 bis 1953 war er auch Rektor der Universität. Als Kritische Theorie wird eine von Hegel, Marx und Freud inspirierte Gesellschaftstheorie bezeichnet. Ihr Gegenstand ist die kritische Analyse der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft sowie ihrer Herrschafts- und Abhängigkeitsverhältnisse. epd/nd

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