Ines Wallrodt 18.08.2014 / Inland

Meldepflicht für Huren kommt

Die Koalition will Sexarbeiterinnen besser schützen, doch denen ist mit den geplanten Regelungen vielleicht gar nicht gedient

Union und SPD streiten über eine Reform der liberalen Prostitutionsgesetzgebung in Deutschland. In einigen Punkten haben sie sich geeinigt. Hurenverbände verfolgen die Pläne mit Sorgen.

Eigentlich hatten sich Sexarbeiterinnen bislang ganz gut vertreten gefühlt von der sozialdemokratischen Familienministerin. Manuela Schwesig hatte der Union ordentlich Paroli geboten, als die vor Monaten mit Vorschlägen für verschärfte Gesetze für Prostituierte in die Offensive ging. Doch seit sich die Fachpolitiker der Koalition am Donnerstagabend getroffen haben, um Streitpunkte bei der geplanten Reform beizulegen, sind sie sich nicht mehr so sicher. Hurenverbände fürchten nun, dass ihnen Errungenschaften wieder genommen werden könnten, die sie mit der 2002 von Rot-Grün beschlossenen Liberalisierung der Gesetzgebung erreicht hatten. Zum ersten Mal wurde der Beruf rechtlich anerkannt, seither gilt Prostitution in Deutschland nicht mehr als sittenwidrig. Sexarbeiterinnen erhielten eine Rechtsgrundlage, auf der sie ihr Honorar einklagen können, und Zugang zu den Sozialversicherungen. CDU und CSU waren vehement dagegen.

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