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Die Antideutschen. Rückblick und Kritik

  • Von Clara Felicia Meyer
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Clara Felicia Meyer ist seit 1998 in linksradikalen Zusammenhängen organisiert. Die vergangenen zehn Jahre war sie der »autonomen antifa [f]« mitmachend, sympathisierend, kritisch und immer solidarisch verbunden. Clara ist Mitglied der Gruppe »Kritik und Praxis [F]« in Frankfurt am Main.

Dies ist ein Text zu den sogenannten Antideutschen. Genau genommen über die zunehmend identitäre, sich selbst genügende Praxis der verbliebenen Reste dessen, was einmal die Antideutschen waren. Ach je, tönt es jetzt aus den Ecken, das schon wieder – innerlinke Debatte um Grenzen der Israelsolidarität, die fernab linker Szenetreffs wirklich niemanden interessieren. Aber doch: Es geht darum, wie angesichts einer sich wandelnden Weltlage auch die Linke versuchen muss, konsequente, kohärente und zeitgemäße Antworten und Positionen zu finden. Und dass sie jene begraben muss, die das nicht mehr leisten können – unabhängig von längst tradierten und reflexhaften Verhaltensmustern, die sich an linken Stammtischen, Szeneblättern und gelegentlich auch auf der Straße zeigen.

Die Antideutschen also. Zur Erinnerung: Entstanden sind sie als Teil und spätere Abspaltung einer eigentlich antinationalen Bewegung zur Zeit der deutsch-deutschen Wi...


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