Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Vor aller Augen im KZ hingerichtet

Als ersten Kriegsdienstverweigerer ermordete die SS den Zeugen Jehovas August Dickmann in Sachsenhausen

  • Von Marion van der Kraats
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Johann Heinen und August Dickmann wurden 1939 im KZ Sachsenhausen erschossen, weil sie Kriegsdienste verweigerten.

Vor allen Augen und über Lautsprecher auch in den hintersten Winkel des Konzentrationslagers übertragen, wurde August Dickmann am 15. September 1939 in Sachsenhausen hingerichtet: als erster Kriegsdienstverweigerer des Zweiten Weltkriegs. Zwei Wochen zuvor hatte die faschistische Wehrmacht Polen überfallen.

Dickmann starb auf dem Appellplatz - wenige Meter entfernt von seinem mit den anderen KZ-Häftlingen angetretenen Bruder Heinrich. »Was ihm widerfahren ist, ist so nie wieder geschehen«, sagt der Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Günter Morsch, über August Dickmann. Spätere Exekutionen führte die SS im Erschießungsgraben durch.

Heute erinnert ein Gedenkstein an die Ermordung des 29-jährigen Zeugen Jehovas, der den Wehrdienst aus religiösen Gründen verweigerte. Er bezahlte das mit dem Leben, so wie die meisten der rund 280 Kriegsdienstverweigerer in Hitlerdeutschland. Von mehr als 250 Zeugen Jeho...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.