Tödlicher Protest

Guatemalas Großgrundbesitzer wollen Wasserkraftwerk um jeden Preis bauen

  • Von Benjamin Beutler
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die mittelamerikanischen Großgrundbesitzerfamilien haben ein neues einträgliches Geschäftsfeld entdeckt: Wasserkraftwerke.

In Guatemala ist der Widerstand gegen ein privates Wasserkraftprojekt erneut mit Gewalt niedergeschlagen worden. Bei einem Einsatz von über 1500 Sicherheitskräften gegen 160 Bauernfamilien sind lokalen Medienberichten zufolge in der vergangenen Woche drei Menschen ums Leben gekommen.

Die Indigenen-Gemeinde Monte Olivo rund 300 Kilometer nördlich von Guatemala-Stadt steht an der Spitze von Protesten gegen das Staudammprojekt »Hidroeléctrica Santa Rita« am Rio Icbolay. Wie die Tageszeitung »El Periodico« berichtete, wurden 50 Demonstranten bei der Räumung besetzten Landes von der Nationalpolizei verletzt und 30 Personen inhaftiert. Das Beobachtungszentrum für Indigene Völker sprach von einer »außergesetzlichen Hinrichtung der drei Gemeindeführer«. Für die »Invasion« seien Präsident Otto Pérez Molina, das Unternehmen Santa Rita S.A. und die Regionalregierung verantwortlich. Vertreter von Nichtregierungsorganisationen forderten ei...


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