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Kulissen und gelebte Stadt

Christian Holtzhauer, Intendant des Kunstfests Weimar, über eine Stadt zwischen gestern und heute, Hochkultur und Alltag

Christian Holtzhauer, geboren 1974 in Leipzig, ist der Nachfolger von Nike Wagner als Leiter des Kunstfests Weimar, das an diesem Freitag beginnt. Holtzhauer versucht, die unterschiedlichen Erwartungen von Weimarer Einwohnern und Kulturtouristen zusammenzudenken und diesen Gegensatz produktiv fruchtbar zu machen. Weniger Klassik, mehr zeitgenössische Auseinandersetzung - auch mit der Klassik - ist das Thema für die kommenden fünf Jahre. Mit Christian Holtzhauer sprach Tom Mustroph.

nd: Christian Holtzhauer, Sie kommen von außerhalb nach Weimar, um dort das Kunstfest neu zu gestalten. Wie war Ihr erster Eindruck von der Stadt?
Holtzhauer: Als ich vor zwei Jahren in der Stadt war und die Berufung zum Kunstfest noch gar nicht aktuell war, kam ich mir vor wie beim Dreh eines Historienfilms, bei dem die Schauspieler gerade in der Pause waren. Es war Winter. Niemand war auf der Straße. Im Sommer ändert sich das Bild. Dann ist die Stadt voll. Aber man weiß nicht: Was ist hier echt und was ist Kulisse? Dieser Eindruck hat sich lange gehalten. Das Besondere an Weimar ist, dass es eine Stadt voller Widersprüche ist, eine Stadt zwischen dem Weltruhm, der aus ihrer Geschichte kommt, und dem Alltag einer kleineren Stadt.

Ist das Herausforderung oder Belastung?
Es ist vor allem ein Widerspruch zwischen Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung. Ich bin jetzt seit einem Jahr hier. Die Stadt ist für mich Alltag geworden...


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