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Endloser Streit um Pille danach

Politiker und katholische Moralapostel verhindern rezeptfreie Notfallkontrazeption

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In den meisten Ländern Europas wie Spanien oder Frankreich ist die Pille danach seit vielen Jahren rezeptfrei zu bekommen. In Deutschland ziert man sich - aber nicht, weil man Frauen schützen möchte.

Die Pille danach gilt als das Verhütungsmittel für den Notfall: Nicht nur, wenn das Kondom versagt hat, sondern auch, wenn eine Frau vergewaltigt wurde. Bisher ist das Medikament auf der Basis von Levonorgestrel in Deutschland verschreibungspflichtig. Das verhindert besonders an Wochenenden, Feiertagen und nachts den Zugang von Frauen zu dem Mittel - gerade dann, wenn kritische Situationen in Sachen Verhütung sich häufen. Um die Entlassung aus der Rezeptpflicht tobt seit mindestens 2003 eine Debatte, die bisher aber zu keiner Veränderung geführt hat, entgegen der begründeten und positiven Praxis in 28 anderen Ländern. Dort wird die freie Abgabe in Apotheken seit 15 Jahren ausgewertet - die Pille gilt demnach als sicher, wirksam und nebenwirkungsarm. Auch die Weltgesundheitsorganisation kam 2010 zu dem Schluss, dass das Präparat ohne ärztliche Beratung eingenommen werden kann - auch von Heranwachsenden.

Die Stagnation in dieser...


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