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Letzte Ausfahrt Anklam

»Die Welt« und das »Kümmerliche« an Castorf, Gotscheff, Müller, Braun und Hein

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Führte eine »intellektuelle Sozialisation« in der DDR zu einer »Verzwergung« der Künstler? »Welt«-Mann Krause sieht in der Bayreuther Castorf Aufführung »Ring« seine These bestätigt. Unser Autor kann da nur den Kopf schütteln.

Bayreuther Festspiele. Frank Castorfs »Ring«. Man muss den überhaupt nicht mögen. Die Tageszeitung »Die Welt« mag ihn auch nicht. Sie schreibt das in ihrer Ausgabe vom vergangenen Wochenende und hat zugleich Lust auf einen größeren Gedanken. Der verdient ein Zitat: Castorfs Werk bezeichnet »die Beschränktheiten einer Kunstwahrnehmung, die sich in provinzieller Fixierung auf Erfahrungen mit der DDR, wo ja nun in der Tat alles jämmerlich und kleinkariert war, anmaßt, den gescheiterten real existiert habenden Sozialismus wie ein Passepartout über andere künstlerische Welten zu stülpen. Mit diesem kümmerlichen Passepartout verzeichneten schon Theaterleute wie Heiner Müller oder Dimiter Gotscheff die Klassiker. Und Schriftsteller wie Volker Braun und Christoph Hein verzwergen mit diesem kümmerlichen Passepartout die deutsche Wirklichkeit von heute.« Wer aus dieser Generation seine »intellektuelle Sozialisation« in der DDR erfahren habe, ...


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