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IG BCE: Braunkohle sichert Ausstieg aus Atomkraft

Gewerkschaftschef Vassiliadis: Rolle in der Energiewende anerkennen / Grüne: Es geht um Verzicht um neue Tagebaue

Berlin. Ein gleichzeitiger Ausstieg aus der Atomkraft und der Braunkohle ist aus Sicht des Vorsitzenden der IB Bergbau, Chemie und Energie, Michael Vassiliadis, nicht möglich. Der Preis für einen solchen Ausstieg wären unter anderem der Verlust der Versorgungssicherheit, ein Anstieg der Produktionskosten und gefährdete Arbeitsplätze, betonte der Gewerkschaftschef am Montag in Cottbus beim »Lausitzdialog« mit Betriebsräten und Vertrauensleuten des Vattenfall-Konzerns. Es sei an der Zeit, die wichtige Rolle der Braunkohle in der Energiewende anzuerkennen. Sie sichere die Stromversorgung, wenn Wind- und Sonnenenergie ausfielen.

Die Energiewende werde scheitern, wenn sie nicht als ein Projekt gesehen werde, das Wachstum und Beschäftigung bringe, sagte Vassiliadis. Er kritisierte Überlegungen zur Neuregulierung im Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten. Dieser Handel müsse kalkulierbar bleiben.

Aus den Äußerungen spreche die pure Angst, betonte der Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Grüne im Potsdamer Landtag, Axel Vogel. Es gehe gar nicht um den sofortigen Ausstieg aus der Braunkohleverstromung. Durch einen Verzicht auf neue Tagebaue sollten Weichen für einen Ausstieg gestellt werden. Ziel der Neuregulierung des Emissionshandels sei, die Ausweitung der klimaschädlichen Braunkohleverstromung stoppen.

Der für Energiefragen zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Günther Oettinger, betonte, Kohle bleibe weltweit im 21. Jahrhundert der fossile Energieträger. »In Deutschland noch mindestens bis 2050«, betonte er. Wer einen früheren Ausstieg wolle, melde Deutschland aus der wirtschaftlichen Entwicklung ab. dpa/nd

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