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Hans im Unglück

Das »Ton und Kirschen«-Wandertheater spielt ein Fragment von Brecht in der ufa-fabrik

  • Von Janne Lilkendey
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Kann ein gutmütiger Mensch in dieser Gesellschaft überleben? Ist Gutmütigkeit aus kapitalistischer Sicht Dummheit? Ist ein dummer Mensch gleichzeitig gutmütig? Die Art und Weise, wie das »Ton und Kirschen«-Wandertheater das Märchens »Hans im Glück« interpretiert, wirft solche Fragen auf. Viel gauklerisches Unterhaltungstheater mischt sich hier mit Brecht’scher Kapitalismuskritik. Das Publikum, das anfangs noch munter schwatzend mit Weinchen dasitzt, wird immer weiter in die Tiefe gezogen.

Protagonist Hans (Rob Jones), ein unbedarfter, ungebildeter, verpennter, aber gutmütiger Hofbesitzer, hat mit seinem Märchenvorbild nur die positive Einstellung gegenüber allem und jedem gemeinsam. In seinem Fall verliert er dadurch der Reihe nach Frau, Hof, Wohnwagen, Karussell, Gans und - sein Leben. Klingt im ersten Moment nach einem melancholischen Stück, doch dank humorvoller Inszenierung von Margarete Biereye und David Johnston sieht ma...


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