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Köpfen als Spektakel

Bericht des UNO-Menschenrechtsrates zum IS-Terror

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Die UNO wirft der IS-Terrorgruppe schwere Verbrechen bei der Kriegführung vor. Die Dschihadisten kassieren auch Wegzölle an Grenzen.

Genf. Die Dschihadistengruppe »Islamischer Staat« (IS) verbreitet in den von ihr kontrollierten Gebieten in Syrien nach Einschätzung der Vereinten Nationen mit öffentlichen Hinrichtungen, Amputationen und Auspeitschungen Angst und Schrecken. Hinrichtungen auf öffentlichen Plätzen seien vor allem in den nördlichen Regionen um Rakka und Aleppo zu einem »üblichen Spektakel an Freitagen« geworden, erklärte eine vom UNO-Menschenrechtsrat eingesetzte Untersuchungskommission am Mittwoch in Genf. Sogar Kinder würden gezwungen, bei Enthauptungen und Erschießungen zuzuschauen.

Die IS-Kämpfer hätten sogar schon Jungen, die gerade einmal 15 Jahre alt gewesen seien, hingerichtet, heißt es in einem Bericht zur Menschenrechtslage in Syrien. Die Leichen der Getöteten würden oft tagelang öffentlich zur Schau gestellt.

Die Untersuchungskommission der UNO wirft den Dschihadisten Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Sogar Teenager müssten sich an Kämpfen und Selbstmordanschlägen beteiligen, heißt es in dem Bericht. Rekrutiert und trainiert würden Kinder ab zehn Jahren.

Derweil wurde bekannt, dass die IS-Terrormiliz an der Grenze zwischen Irak und Jordanien Wegzölle kassiert. Ein irakischer Lastwagenfahrer berichtete der Nachrichtenseite Al-Mada, er müsse bei jeder Einreise ins Land über den Grenzübergang Turaibil 300 US-Dollar Tribut an IS-Kämpfer zahlen. Der Betrag sei als Steuer und Gebühr deklariert, meldete Al-Mada am Mittwoch. Demnach stellen die Extremisten sogar Zollpapiere aus. Turaibil ist der einzige Übergang an der rund 140 Kilometer langen Grenze zwischen Irak und Jordanien. Agenturen/nd

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