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Es kriselt in Aue und auch beim 1. FC Union

Fehlstart beider Klubs bringen Trainer in die Bredoullie

Fehlstarts zeigen schnell nachhaltige Wirkung. Die ersten missratenen Spiele von Aue und Union bescheren den Trainern Falko Götz und Norbert Düwel Negativschlagzeilen.

Nach vier Spielen sieht es für die beiden Traditionsklubs Erzgebirge Aue und 1. FC Union Berlin so aus, als hätten sie diese Spielzeit nur mit dem Abstieg zu tun. Die Fans sind sauer. Nicht in erster Linie wegen der aktuellen Niederlagen auf heimischen Rasen, sondern wegen der wenig Mut machenden spielerischen Leistungen. Vor dem 0:3 gegen zuvor noch sieglosen Düsseldorfer am Samstag, waren die Erzgebirgler ebenfalls im Heimspiel 1:5 gegen Bochum vom Platz gegangen.

Lehren aus diesem Heimdebakel? Gegen Fortuna nicht zu erkennen. Nach nicht mal acht Minuten stand es bereits 0:2. Die Gäste marschierten durch die widerstandslosen Auer Abwehrreihen. Natürlich hinterließ dieser Auftakt viel Nervosität bei den Veilchen. Ausdruck dessen war auch, dass sie ihre wenigen Chancen stümperhaft vergaben. Torwart Männel war noch der einzige, dem man Normalform bescheinigen konnte. Was die Gastgeber zusammenkickten, hatte mit den Ansprüchen einer zweiten Bundesliga nichts zu tun.

Für viele Auer Fans ist der Buhmann dafür längst ausgemacht: Trainer Falko Götz. Der Mann, der noch im Frühjahr lange vor dem Abpfiff in der zweiten Bundesliga mit seiner Elf für Aue den Klassenerhalt gesichert hat, steht nun in der Kritik. Erfolge können gerade im Fußball schnell verblassen. Dass Götz einige gute Spieler nach den Regeln des Marktes ziehen lassen musste, darf er zwar geltend machen, wird er aber kaum auf seiner Schutzseite verbuchen können. Die harten Fakten: 4 Spiele, 1:10 Tore, 0 Punkte, letzter Tabellenplatz. Vermutlich werden die Auer Verantwortlichen am Montag eine Entscheidung treffen. Ob allerdings eine neuer Mann auf der Bank gleich eine positive Wende bringen würde, darf in Anbetracht des biederen Niveaus der meisten Auer Spieler angezweifelt werden.

Auch an der Alten Försterei in Berlin knistert es. Bei den Unionern gibt es zwei glühende Eisen, die geschmiedet werden müssen. Spieler Torsten Mattuschka und Trainer Norbert Düwel. Die Unioner galten vor dem Saisonstart als einer der Aufstiegsaspiranten für die erste Bundesliga. Daran denkt nach drei Remis und der 0:4-Klatsche gegen Nürnberg zumindest im Moment keiner mehr. Düwel, zuvor noch nie als Cheftrainer engagiert, hat seine eigenen Ideen. Viele waren von denen aber nicht auf dem Platz zu sehen. Kaum geordnetes Spiel nach vorn, folglich keine Durchschlagskraft im Angriff und wie schon in der Vorsaison unter Trainer Neuhaus kein Tempo in den Aktionen.

Das Union-Spiel wirkt auch weiter so, als befänden sich die Spieler auf einem Schachbrett. Einzige kleine Ausnahme war der Auftritt beim 1:1 in Bochum. Unmut unter den Fans, die so tapfer ihr »Eisern Union« zelebrieren, löste aber die kühne Entscheidung von Trainer Düwel aus, den früheren Kapitän Torsten Mattuschka auf der Bank schmoren zu lassen. Einer, der mit dem Ball umgehen konnte und selten einen Fehlpass spielte, musste mit ansehen, wie seine Ehemaligen die Bälle fast laufend verstolperten.

In Cottbus freut man sich nun über den Rückkehrer. Der FC Energie und Union sollen sich auf den Wechsel geeinigt haben. Heute werdenn auf einer Pressekonferenz genauere Details mitgeteilt.

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