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Nach Terrormord verstärken USA Truppen in Irak

Trittin fordert »komplett andere Nahostpolitik« des Westens

Washington. Nach der Ermordung eines zweiten US-Reporters durch die Dschihadistengruppe »Islamischer Staat« (IS) schickt die Regierung in Washington weitere 350 Soldaten nach Irak. Die USA würden sich nicht »einschüchtern« lassen, sagte Präsident Barack Obama am Mittwoch in der estnischen Hauptstadt Tallinn. Obama bezeichnete die Ermordung von Steven Sotloff als einen »entsetzlichen Gewaltakt« und drohte den Tätern mit Vergeltung. Ziel Washingtons sei es, dass der IS keine Gefahr mehr für die Menschen in Syrien und Irak darstelle. Dies werde aber »Zeit brauchen«, so der Staatschef.

Unterdessen forderte Grünen-Politiker Jürgen Trittin einen Kurswechsel des Westens in dieser Region. Im Deutschlandradio Kultur gab er sich »fest davon überzeugt, dass, wenn man die IS und diese Formen eingrenzen und zurückdrängen will, dann bedarf es einer komplett anderen Nahostpolitik«. Dann dürfe man im Konflikt »nicht einseitig Partei ergreifen« und »nicht Regimes, die einem tagespolitisch in den Kram passen, plötzlich hochrüsten, um dann im nächsten Fall festzustellen, dass deren Interessen sich gegen einen richten«. Gerade in Irak entstehe der Eindruck, »dass unter Saddam Hussein zwar auch gewaltige Unterdrückung geherrscht hat, aber dass das, was wir jetzt erleben mit dem ›Islamischen Staat‹, fast noch schlimmer ist«. nd/Agenturen Seite 7

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